Sie hat endlich ein Halsband drum und nun waren wir das erste Mal draußen.
Scheinbar ist mein kaputtes Knie nun mein Glücksbringer mit Carla????

 

Die Leine war dran und als es hieß wir verlassen jetzt deine Komfortzone, ist sie in Panik ausgebrochen. Das war mir vorher klar, dementsprechend war ich standfest mit Krücken und Leine um meinen Körper gewickelt.
Carla braucht einen ganz klar vorgegebenen Weg, sonst verliert sie sich in ihrer Panik.
Da ist sie so ganz anders als Roddya, die ja lieber alleine sein und Dinge alleine für okay befinden möchte.
Also habe ich Carla da abgeholt wo sie mich brauchte. Das geht bei ihr sehr gut über ihr Raum nehmen( Roddya muss ich dann mehr Raum geben zB), in Form von Leine blocken und sie ruhig ansprechen.
Dafür war sie sehr dankbar.

Dann konnten wir los gehen.
Ab nach draußen.
Da geriet sie natürlich wieder in Panik und wollte am liebsten unter jedes Möbelstück und in die dunkelste Ecke. Da habe ich sie nicht hingelassen.
Also wieder die Leine geblockt(heißt etwa auf 1-2m gelassen), ganz ruhig gestanden, bis sie sich mal kurz gesammelt hatte, angesprochen und ich habe mich hingesetzt.
Da sind Angsthunde in dem was sie brauchen eben genauso verschieden wie alle anderen Hunde auch.

Spannend war, dass sie von sich aus meine Nähe gesucht hat und sich zu mir legte und setzte. Das hat mich sehr gerührt.
Nach und nach kamen dann meine Hunde nach ihr schauen. Zuerst Abby. Abby ist für Carla unglaublich wichtig. Sie guckt viel nach ihr und Abbys Festigkeit gibt Carla zusätzlich Sicherheit.
Das ist für mich total spannend zu sehen, da noch nie ein Pflegi von mir so an Abby hing. Sonst sind eher die Jungs die, an denen sich viel orientiert wird. Anfangs fand auch Abby das leicht befremdlich, aber nun geht sie ganz gut auf in ihrer Rolle als Beschützerin. Das liegt ihr ja sowieso.
Später kamen auch Big, Boomer und Cassim nach ihr gucken.

Dann hat sie noch ein Rudel kennengelernt. Angefangen mit dem Flach, das von Carla mal so gar keine Notiz nahm.(Immerhin war es ja schon nach 18h und dementsprechend Zeit für das Abendbrot ????)
Dann kam Frau Sonntag die das wirklich sehr behutsam und toll machte. Sie fand Carlas Unsicherheit aber irgendwie skurril. Unsicherheit kennt Frau Sonntag ja nun wirklich nicht.
Dann kamen Tüte und Herr Winter. Tüte war sehr sehr nett zu Carla, auch als sie sehr dicht an ihr dran war. Tüte hat recht schnell verstanden was Carlas Problem gerade ist, und wurde dann ganz schnell weich mit Carla.
Herrn Winter habe ich an Carla nicht rangelassen, weil Hunde mit viel Präsenz sie schon einschüchtern, wenn sie sie nicht kennt.

Spontan kamen dann auch noch Femke(Alexis‘ Frauchen) und ihre Mama kurz vorbei.
Fremde Menschen sind ja für Carla immer so eine Sache. Normalerweise knurrt und bellt sie die an.
Seit sie aber mit einem Großteil des Teams ebenfalls vertraut ist, hat sie das abgelegt.
Und obwohl der Besuch direkt neben ihr in der Hollywoodschaukel saß, saß Carla nur daneben, hat geguckt und sich an mich rangedockt. Also nicht nach vorne gegangen, nicht in die Flucht gegangen . ????????
Schön war, dass sich Femke und ihre Mama ganz normal verhalten und bewegt haben. Nicht eingeschränkt von Carla, keinen Fokus auf ihr, kein „Oh die Arme“. Mit letzterem können Angsthunde besonders schlecht umgehen.

Ich bin mächtig mächtig stolz auf sie❤️

Jetzt gucken wir mal, dass sie erstmal jeden zweiten Tag raus geht. So hat sie immer einen Tag Pause. Denn all das ist für Carla unglaublich viel zu verarbeiten.

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