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Marie Antoinette wäre ihr Name auf deutsch.
Und das sie lebt gleicht einem Wunder, was ihr passiert ist einer Hinrichtung.

Sie hatte auf dem platten Land, im hinterletzten Zipfel der Provinz einen Unfall & wurde wirklich schwerst verletzt.
Das sie es überlebt hat grenzt an ein Wunder. Nicht der Medizin, ihrem Willen zu leben.
Ein weiteres Wunder: der Mann der sie überfahren hat, hat die 0800Nummer für tierische Notfälle gerufen &
ist bei ihr geblieben, bis sie abgeholt & in die Klinik (für Streuner) gefahren wurde.
Resümee der Aktion: 3 gebrochene Beine, verworrene Darmschlingen, von der Leber hat sich ein Teil abgetrennt
& ich vermute den Schock ihres kurzen Lebens.
Sie ist kein Jahr alt & steht vor dem Trümmerhaufen ihres Körpers.
Jetzt ist sie in Sicherheit, es geht ihr "gut". Ihre Wunden müssen heilen. Alle.
Für die äußeren sind waren Ärzte, Operationen & Antibiotika zuständig.
Den Rest müssen wir in die Hand nehmen.
Seit sich sie übernommen habe frisst & kackt sie nur, wenn sie sicher ist, keiner sieht oder hört sie,
also nachts. Aufrund ihrer schweren Verletzungen & das alles weiter gut heilt habe ich sie aber alleine im Zwinger.
Sie ist auf dem Weg der Besserung, aber sicher wird ihr Körper von dem schweren Unfall gezeichnet bleiben.
Sie wird nicht joggen oder radeln können. Und sie braucht eine Familie die ihr Zeit geben sich zu öffnen.
Warum ich wieder so einen Hund aufgenommen habe?
Weil unser Verein sich Hunde nicht aussucht nach Schönheit, Geschlecht, Gesundheit oder Rasse.
Weil wir aufnehmen wer Hilfe braucht (klammern wir kurz mal aus, daß meiner Meinung nach niemand im Tierheim leben sollte). Weil ich weiß was mit ihr passiert wäre. Weil ich finde sie & die Ärzte haben nicht um ihr Leben gekämpft,
dafür daß sie dann die nächsten 14 Jahre in einem Tierheim verrotten soll.
Weil ich entschieden habe sie hat es verdient. Und weil ich weiß Sie stehen hinter uns.
Bonjour Marie Antoinette.



