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Zeitgleich mit den offiziellen Tough Hunter Trainingscamps gab es vergangenes Wochenende bei Sandra unser ganz eigenes, groß angekündigtes toughes Hunterlager.

Natürlich – wie sollte es anders sein – unter stark verschärften Bedingungen (einer drastisch hohen Invalidenrate, aber das schult schließlich nur für den Ernstfall).

Bereits der Weg zur Schulungsstrecke gestaltete sich abenteuerlich: Menschen und Hunde auf engstem Raum, bergauf und bergab, um Kurve und Kurve…magentechnisch und in punkto Teambildung schonmal ein super Start!

Dann ging es endlich richtig los, frisch gestärkt und geantibrummt (mit Insektenschutz versehen - Anmerkung der Redaktion smiley wink) – man darf in dieser Vorbereitung schließlich nichts riskieren! Winzige Waldwege über Stock und Stein, kaum passierbare Schlammkuhlen in dichtestem Urwald, über gefährliche Hängebrücken (je kleiner der Hund, desto hoch), hinein in tiefe Schluchten, durch rauschende Flüsse und schlussendlich durch die Wallapampa.

Und was wurde nicht alles geübt! Trittsicherheit in unwegsamem Gelände, das Überwinden riesenhafter Hindernisse ebenso wie das Erschnüffeln schwieriger Fährten. Beim eigentlichen Tough Hunter soll es sich zwar Gerüchten zufolge um eine an Bäumen angebrachte Spur aus Teewasser handeln, aber seien wir einmal ehrlich: Teewasser enthält nicht ein einziges jagenswertes Wienerle und kann somit durchaus als erster Schritt zur überaus skeptisch zu bewertenden veganen Hundeernährung gesehen und folglich in der bisherigen Vorbereitung konsequent ignoriert werden, und außerdem sind wir hier ja auch nicht in England, sondern in Bayern. Im Rahmen besagten Teewasserboykotts (und weil es wirklich zu warm was, eine Kanne jenes Getränks mitzuschleppen) wurde den vierbeinigen Teammitgliedern durch Brennesselgebüsch führende Käsestückchenspuren gelegt, was von den meisten auch grandios gemeistert wurde. Nur Rio erachtete wohl solch läppische Milchprodukte als unter seiner Würde und hätte sein Können viel lieber (und wahrscheinlich auch erfolgreicher) anhand eines Rehs bewiesen.

Letzteres stand allerdings nicht nur nicht im Trainingsplan, sondern hätte auch zu einer Verzögerung des toughen Trainingshunts und somit zu einer Verschiebung des anschließenden Teamgrillens geführt (völlig unentschuldbar – deshalb: Käse) Außerdem wurden natürlich auch noch Ausdauer und Schnelligkeit in diversen Wettläufen trainiert und gleich bei der Flucht vor einer Herde wildgewordener Fahrradfahrer perfektioniert.

Und zuguterletzt hat unser höchsteigener Teamfotograf auch noch etwas gelernt: Wenn Melly sagt:“Schatz, Du musst mit zum Fotos machen“, dann bedeutet das keinen lässigen Spaziergang mit fünf schnatternden Weibern, fünf braven Hunden und einem Teammaskottchen (in Gestalt von Anna-Luca), sondern harte Arbeit, noch mehr Kondition (er muss schließlich vorausjoggen, um durch Fotos von vorne zu dokumentieren, dass wir tatsächlich laufen und trainieren und nicht etwa Stuntdoubles engagiert haben) und in Zukunft auch deutlich mehr Ausrüstung für die historisch wahrheitsgetreue Dokumentation unserer Heldentaten. Denn so haben wir uns bei einem verdienten After-Traings-Sektchen bzw. Wässerchen auch gefühlt: als Heldenteam, das wirklich was geleistet hat. Auch, wenn es nur ein schöner Spaziergang war.

Tough Hunter, wir kommen!

(von Melli)

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