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Kennen Sie zufällig Sophie Strodtbecks Dönertier? Ja? Dann kennen Sie sich ja aus. Denn Sheila ist sowas wie die rumänische Ausgabe des türkischen canis autisticus. Ein Mamaliga-Dog gewissermaßen. Natürlich gibt es nationale Unterschiede. Im Gegensatz zum Dönertier, das auf dem Sofa zuhause ist und Autos zum K… findet, würde das Mamaliga-Dog am allerliebsten im Auto leben. Und obwohl ihm dieser Wunsch bis heute verweigert wurde, hat es immerhin durchgesetzt, unverzüglich dorthin umziehen zu dürfen, sobald Gefahr im Verzug ist. Was in seinen Augen weit öfter der Fall ist, als man in einem so harmlosen Örtchen wie dem unseren vermuten sollte. Das Mamaliga-Dog hat übrigens absolut nichts gegen Hundefutter und überhaupt Essen in jeder Form einzuwenden, dafür ist seine Umgangssprache im hündischen Alltag nicht halb so subtil wie die des Dönertiers. Aber der Grundtenor ist bei beiden der Gleiche. Das Leben ist brandgefährlich und ein kluger Hund hält sich besser fern. Oder auch: man muss sie lieben, um sie aushalten zu können…

Aber Sie möchten nun vermutlich wissen, was die Persönlichkeitsstrukturen eines rumänischen Mamaliga-Dogs mit Caserta, Cani di Italia oder dieser Homepage zu tun haben?

Warten Sie`s ab.

Nach Jahren des gesellschaftlich anerkannten Zweihundhalterdaseins mit Labradormixhündin Mona sowie besagter Sheila entschloss sich die Familie, einen Schritt weiter zu gehen. Sie ließen sich auf ein Blind Date mit Lucca ein. Rüde - groß, schwarz, durchsetzungsfähig, lebenslänglicher Tierheiminsasse mit Null Umgangsformen, dafür recht beachtlichem Kampfgewicht.

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Aber – so dramatisch wird`s schon nicht werden, denn

„Schlimmer als Sheila kann er eigentlich fast nicht sein“

Dieser Satz sollte mit den Jahren zum Schlachtruf werden, wenn Hundephysiotherapeutin Christiane frisch operierte Pflegehunde aufpäppelte und kränkelnde Tierheimhunde zu sich nach Hause holte, um Nahrungsunverträglichkeiten auf die Spur zu kommen.

Und natürlich blieb der erste Pflegling, der gewisse Anlaufschwierigkeiten zeigte, prompt hängen. Die anfangs reichlich verschüchterte Nerina („aber kein Vergleich mit Sheila ;-)“) sorgte dafür, dass nach Monas Tod die Hunde im Herkenschen Haushalt nicht ausgingen.

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Als dann Christiane ausgerechnet an dem Tag im Tierheim einen Info-Stand hatte, als die herrenlos aufgefundene Hündin Granny abgeliefert wurde – alt, krank, halb blind und völlig verzweifelt - wurde die Herkensche Lebensphilosophie um eine weitere Maxime erweitert.

„Auf einen mehr kommt`s jetzt auch nicht mehr an“

Und Granny durfte noch eine schöne Zeit auf dem „Herken-Hof“ verbringen.

Nach Luccas Tod sollte es dann aber wirklich und allen Ernstes bei zwei Hunden bleiben, befand der Familienrat. Niemand hätte gedacht, dass ausgerechnet Andreas (der unter dem Pseudonym „der Hausmeister“ im Backend dafür sorgt, dass uns die Homepage nicht um die Ohren fliegt) - dafür plädierte, einem weiteren Tierschutzhund Asyl zu gewähren.

Und zwar dem extrem schüchternen, bereits seit Welpentagen hinter Gittern sitzenden Garzano – denn „schlimmer als Sheila wird er schon nicht sein“

Selbstverständlich nur als Pflegehund bis zur Vermittlungstauglichkeit – aber ich bin sicher, dass niemand wirklich geglaubt hat, Garzano würde wieder aus dem Paradies vertrieben werden.

Garzano bestimmt nicht, von uns auch keiner, und – wenn sie ehrlich sind – vermutlich nicht einmal Christiane und Andreas selber.

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Denn schließlich kommt es auf einen mehr nun auch nicht mehr an. Und schlimmer als Sheila war bis jetzt wirklich noch keiner :-D!

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